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Fahrrad Ersatzteile und Tests

Seitenzugbremsen – die klassische und moderne Rennradbremse

Fahrradbremse By: FRnet ms 05 Sep, 2018 0

Info: In diesem Beitrag wurden die Produkte selbst erworben, eine Kooperation mit Herstellern erfolgt nicht. Erfahrt mehr über Werbung auf FRnet.

Seitenzugbremsen gelten noch immer als Klassiker und Bestseller am Rennrad, weshalb sie gängigerweise auch als Rennradbremse bezeichnet werden. Seit den 60ern schon fahren sowohl Hobby-Sportler als auch die Top-Athleten mit diesem ausgeklügelten Design, das in den frühen Jahren vor allem von Campagnolo gepusht wurde. Mit Ausnahme der neuen Dual Pivot-Bauart, die Shimano in den frühen 90ern auf den Markt brachte, hat sich das Design kaum verändert. Die Zangen-Form erlaubt eine Bremse mit relativ hoher Steifigkeit und niedrigem Gewicht, die mit einer einzelnen Bohrung am Rahmen bzw. an der Gabel befestigt wird. Es ist wohl gerade diese Einfachheit, weshalb die Seitenzugbremse auch heute noch so beliebt ist an Rennrädern – im Gegensatz zu neueren Fahrradbremsen braucht man keinerlei Zusatz-Sockel oder Aufnahmen an Rahmen oder Laufrädern. Was es alles zu Seitenzugbremsen zu wissen gibt und mehr hier bei uns.

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Kompatibilität – Vorsicht vor dem Kauf

Fahrradteile sind selten standardisiert, nicht jeder Bremsgriff passt an jeden Lenker. Nicht jeder Lenker an jeden Vorbau. Deshalb unsere Tipps zu Seitenzugbremsen – darauf musst Du achten:

  1. Seitenzugbremsen passen in der Regel an alle Fahrradrahmen. Der Rahmen und die Gabel müssen eine Bohrung haben (Gabel-Scheitelpunkt und zwischen den Sattelstreben in der Brücke). Die Größe der Bohrung ist universell (immer identisch).

  2. Deine Fahrradreifen dürfen nicht zu dick sein, damit der Bremsenkörper nicht am Reifen schleift. Gewöhnlich dürfen die Reifen nicht dicker als 28mm sein.

  3. Der Bremshebel muss zu Rennradbremsen passen. Bremshebel für Rennradlenker passen in den allermeisten Fällen auch zu Rennradbremsen.

Seitenzug-Bremsbeläge

Zu verschiedenen Bremsbelägen haben wir bereits an anderer Stelle mehr geschrieben: Felgenbremstypen und Bremsschuhe.

Für Rennräder mit Carbonfelgen möchten wir bloß die speziellen Bremsschuhe für Carbon erwähnen. Wenn man Felgenbremsen an Carbonfelgen benutzt, dann sollte man auch spezielle Carbon-Bremskörper benutzen – denn das Carbon bietet nur eine suboptimale Bremsfläche. Vor allem bei nasser Felge nimmt die Bremsleistung extrem ab – oftmals rutscht die Bremse einfach durch und man muss die Felgen mit den Bremsschuhen erstmal eine Runde “trockenwischen” bevor man abbremsen kann. Mit speziellen Carbon-Bremsschuhen lässt sich die Bremsleistung noch etwas verbessern. Alternativ könnte man natürlich zu Scheibenbremsen oder Carbonfelgen mit Alu-Bremsfläche wechseln…

CAMPAGNOLO Carbon Felgenbremsbeläge 4 St. 2017 Felgenbremsbelag
  • Aerodynamik
  • schnellen Abfahrten
  • sehr Hitzeempfindlich

Für wen eignet sich die Seitenzugbremse?

Mit Seitenzugbremsen verhält es sich allgemein so: Wer Seitenzugbremsen braucht, der weiß das schon. Trotzdem eine kurze Übersicht darüber, an welchen Fahrrädern man Seitenzugbremsen hat und weshalb.

Seitenzugbremsen sind seit 60ern Standard an Rennrädern wegen der einfachen und dennoch effektiven Konstruktion. Es gibt mittlerweile andere Fahrradbremsen, die man theoretisch auch an Rennrädern verbauen kann, doch dafür benötigt man spezielle Sockel an Rahmen bzw. Gabel. Wer also einen alten Stahl-Renner hat, wird in jedem Fall an diesem Fahrrad auch weiterhin Seitenzugbremsen haben, weil er nicht viel Auswahl hat. Trotzdem haben auch neue Rennräder oftmals Seitenzugbremsen verbaut. Während man allgemein hört, dass Scheibenbremsen stärker und besser sind als Seitenzugbremsen, gibt es immer noch Stimmen, die das Gegenteil behaupten (siehe Jan Heine: Myth 12: Disc Brakes Work Better Than Rim Brakes). Es ist also noch unklar, ob sich die Felgenbremsen vom Rennrad vertreiben lassen – wahrscheinlich bleiben sie aber noch mindestens ein oder zwei Jahrzehnte populär, wenn nicht sogar länger.

Die Einschränkung für Seitenzugbremsen? Wie im obigen Produktüberblick zu sehen ist, kann man die Seitenzugbremsen wegen der Zangenform nur an schmalen Reifen verwenden. Schließlich muss der Bremsenkörper den Fahrradreifen umfassen. Meistens darf man nur bis zu 28mm breite Reifen haben. Wenn man eine größere Seitenzugbremse für breitere Reifen konstruieren würde, hätte die Bremse aufgrund der weiteren Bremsschenkel nicht mehr ausreichend Bremskraft.

Teilweise hat man Seitenzugbremsen auch an Fixies/Singlespeed-Fahrrädern und Bahnrädern. Wenn die Reifen nicht zu breit sind, spricht eigentlich nichts dagegen – eine neue Dual Pivot-Seitenzugbremse steht den anderen Fahrradbremsen kaum hinterher. Auch der Optik halber wählt man die Seitenzugbremse am Fixie oft lieber als eine V-Brake zum Beispiel – der massive Bremskörper sieht einfach schicker aus als zwei voneinander getrennte Bremsarme, zwischen denen man die Bremshülse hat.

Info: In diesem Beitrag verwenden wir Affiliate Links. Alle Produktnennungen sind unabhängig und erfolgen ohne Abstimmung mit einem Hersteller – alle Bewertungen sind authentisch und Produkthinweise erfolgen durch eigene Meinung. Bitte beachtet unsere Hinweise zur Werbung auf FRnet.

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