Fixie- und Singlespeed-Bremsen

Den Fixie- und Singlespeed-Bremsen widmen wir einen eigenen Beitrag, weil das ein nicht zu unterschätzendes Thema ist. Vor allem für Fixie-Interessenten ist es äußerst ratsam, sich zu Fixie-Bremsen zu informieren. Klar gibt es auch begabte Fixie-Fahrer, die ohne Bremsen auskommen und einfach „gegentreten“ (Fachbegriff: „skidden“). Aber das ist einerseits nicht StVO-tauglich, andererseits kann das selbst für einen geübten Radkünstler in verschiedenen Situationen äußerst kritisch sein – wenn nicht sogar lebensgefährlich. Was es alles zum Bremsen auf dem Fixie oder Singlespeed-Bike zu wissen gibt, hier bei uns.

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Cantilever-Bremsen

Cantilever-Bremsen hatten im Vergleich zu anderen Fahrradteilen eine relativ kurze Blütezeit – von den 80ern bis Mitte der 90er etwa. Doch das war eben eine besonders kritische Zeit für den boomenden Fahrradmarkt in Europa. Deswegen findet man alte Canti-Bremsen immer noch an vielen Stadt- und Alträdern. Damals in den 80ern waren es die Mountainbikes gewesen, die wegen ihren dicken Reifen Cantilever-Bremsen benötigten. Mittlerweile haben sich MTBs mit den neueren Scheibenbremsen gänzlich von den Felgenbremsen verabschiedet. Dabei argumentieren Befürworter der Cantilever-Bremsen, dass sie genauso stark sein können wie moderne Scheibenbremsen, sofern die Cantilever-Bremse richtig justiert ist und man mit passenden Bremsbelägen fährt. Und tatsächlich finden Cantis momentan in einer besonderen Nische Anwendung: Cyclocross-Räder. Weshalb Cantilever-Bremsen nicht zu unterschätzen sind und mehr hier bei uns.

Kompatibilität – Vorsicht vor dem Kauf


Fahrradteile sind selten standardisiert, nicht jeder Bremsgriff passt an jeden Lenker. Nicht jeder Lenker an jeden Vorbau. Deshalb unsere Tipps zu Cantilever-Bremsen – darauf musst Du achten:



  • Cantilever-Bremsen benötigen ein Paar Canti-Sockel am Rahmen bzw. an der Gabel.

  • Du benötigst einen Bremshebel für Cantilever-Bremsen bzw. Rennradbremsen. Ein Bremshebel für V-Brakes ist nicht kompatibel mit Cantilever-Bremsen, da der Druckpunkt für V-Brakes unterschiedlich ist.

  • Falls Du neue Bremsbeläge kaufst (und das solltest Du auch tun bei älteren Cantilever-Bremsen), müssen die Bremsbeläge speziell für Cantilever-Bremsen ausgelegt sein.

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V-Brake Bremsen

V-Brake war ursprünglich der Markenname innovativer Cantilever-Felgenbremsen, die Shimano 1996 auf den Markt brachte. Nun werden V-Brakes als eigene Unterart betrachtet und es werden auch V-Brakes von anderen Herstellern verkauft (wenngleich sich Sram zu stolz fühlt, um diesen Namen für ihre „Single Digit“-Felgenbremsen zu verwenden). Klassische Cantilever-Bremsen hingegen gelten nun als Seltenheit, die als „Retro“-Bremsen vermarktet werden. Woran liegt das? V-Brakes sorgen dank der besseren Technik für eine immens erhöhte Bremskraft, doch sie werden genauso befestigt wie Cantilever-Bremsen. Dank einer Fülle an preiswerten Modellen ist die Aufrüstung von Canti zu V-Brake also sehr attraktiv. Was man zur V-Brake wissen sollte, mit Produkttabellen und mehr, hier bei uns im V-Brake Test.

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Seitenzugbremsen – die klassische und moderne Rennradbremse

Seitenzugbremsen gelten noch immer als Klassiker und Bestseller am Rennrad, weshalb sie gängigerweise auch als Rennradbremse bezeichnet werden. Seit den 60ern schon fahren sowohl Hobby-Sportler als auch die Top-Athleten mit diesem ausgeklügelten Design, das in den frühen Jahren vor allem von Campagnolo gepusht wurde. Mit Ausnahme der neuen Dual Pivot-Bauart, die Shimano in den frühen 90ern auf den Markt brachte, hat sich das Design kaum verändert. Die Zangen-Form erlaubt eine Bremse mit relativ hoher Steifigkeit und niedrigem Gewicht, die mit einer einzelnen Bohrung am Rahmen bzw. an der Gabel befestigt wird. Es ist wohl gerade diese Einfachheit, weshalb die Seitenzugbremse auch heute noch so beliebt ist an Rennrädern – im Gegensatz zu neueren Fahrradbremsen braucht man keinerlei Zusatz-Sockel oder Aufnahmen an Rahmen oder Laufrädern. Was es alles zu Seitenzugbremsen zu wissen gibt und mehr hier bei uns.

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Bremshebel-Ratgeber

Die Funktion von Bremshebeln erklärt sich bereits aus dem Namen dieser technischen Komponente: Man macht sich die Hebelkraft zu eigen, um das Fahrrad mithilfe einer kraftsparenden Handbewegung zum Stillstand zu bringen, egal wie schnell es sich bewegt. Dabei wird die Handkraft um etwa das achtfache erhöht – ohne die Hebelwirkung wären Felgen- und Scheibenbremse also undenkbar. Deshalb ist die Bezeichnung „Bremshebel“ auch sehr viel geläufiger als andere Namen wie „Bremsgriff“. Fahrräder besitzen seit der Konzeption des modernen Sportrads um 1900 herum Bremshebel – selbst bei Rücktrittbremsen befand sich meistens eine zweite Bremse für das Vorderrad am Fahrrad, die über einen Bremshebel ausgelöst wurde. Zeitweise waren diese Bremshebel bloß dazu da, um eine ineffektive Stempelbremse zu betätigen, bei der ein Stempel an den Vorderreifen gedrückt wurde. Doch dank der Hebelwirkung konnte selbst diese frühe Bremsen-Art zur Steuerung der Fahrtgeschwindigkeit beitragen. Mehr zu verschiedenen Arten von Bremshebeln hier bei uns.

Kompatibilität – Vorsicht vor dem Kauf


Fahrradteile sind selten standardisiert, nicht jeder Bremsgriff passt an jeden Lenker. Nicht jeder Lenker an jeden Vorbau. Deshalb unsere Tipps zu Bremshebeln – darauf musst Du achten:



  • Bremshebel müssen zu den Bremsen passen. Die meisten mechanischen Bremsen sind hierbei miteinander kompatibel – das schließt Rennradbremsen, Cantilever-Bremsen und Mini V-Brakes ein. Nur V-Brakes benötigen spezielle Bremshebel, die für V-Brakes ausgerichtet sind.

  • Wegen der unterschiedlichen Form benötigen Rennradlenker unterschiedliche Bremshebel. Diese Bremshebel sind in den allermeisten Fällen mit Rennradbremsen, Cantilever-Bremsen und Mini V-Brakes kompatibel.

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Scheibenbremsen-Ratgeber

In den letzten Jahren ist die Scheibenbremse immer mehr ins Rollen gekommen. Mittlerweile ist sie Standard am Mountainbike, wird an hochwertigeren Trekking- und Stadträdern gerne gesehen und setzt sich so langsam auch bei Rennrädern durch. Das dauerte jedoch. Denn bereits 1894 meldeten zwei Amerikaner ein Patent für eine Scheibenbremse am Hinterrad an. Die Scheibenbremse setzte sich auch bereits Anfang des 20. Jahrhunderts beim Kraftfahrzeug durch. Doch erst Anfang der 70er kamen die ersten Scheibenbremsen für das Fahrrad auf den Markt – darunter ein Modell vom Marktführer Shimano. Dann dauerte es bis zu den 90ern, bis den Scheibenbremsen der Durchbruch bei den Mountainbikes gelang. Und jetzt ist man soweit, dass auch Tourensieger im Radsport mit Scheibenbremse fahren.

Scheibenbremsen



  • Verfügen dank der ausgereiften Technik über zahlreiche Vorteile gegenüber älteren Felgenbremsen.

  • Größere Bremsfläche führt zu höherer Bremsleistung, bessere Steuerung der Bremskraft, weniger benötigte Handkraft.

  • Durch Verlagerung der Bremsfläche findet kein Verschleiß an der Felge statt und die Bremse funktioniert auch bei Nässe relativ gut.

  • Bei Mountainbikes schon längst als Standard etabliert.

  • Bei hochwertigen Trekking- und Fitnessbikes immer beliebter.

  • Auch bei Rennrädern feiert die Scheibenbremse mittlerweile ihre ersten Siege und wird nun von allen großen Herstellern unterstützt: Shimano, Sram, Campagnolo.


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Fahrradbremsen-Ratgeber

Alles, was sich vorwärts bewegt, muss irgendwann zum Stillstand kommen. Dafür sorgt die Reibungskraft. Damit etwas schneller zum Stillstand kommt, erhöhe man die Reibungskraft. Das ist das Prinzip jeder Fahrzeugbremse. Am Fahrrad findet man heutzutage eine von zwei Arten von Bremsen: Die Felgenbremse setzt mit Bremsklötzen an der Felge an, während die Scheibenbremse an einer Scheibe zupackt, die an der Nabe befestigt ist.

Fahrradbremsen



  • Felgenbremsen: Hier wird die Bremse per Bremshebel betätigt und die Bremse setzt an der Felge an. Einsatzgebiet: Trekking- und Rennräder.

  • Scheibenbremsen: Hier wird die Bremse ebenfalls per Bremshebel betätigt, doch die Bremse setzt an einer speziellen Scheibe an, die an der Radachse befestigt ist und sich mit dem Rad dreht. Einsatzgebiet: Mountainbikes und höherwertigere Trekkingräder.

  • Rücktrittbremsen: Hier wird die Bremse per Rücktritt betätigt und die Bremse sitzt in der Hinterradnabe. Eher veraltet.

  • Trommelbremsen: Hier wird die Bremse per Bremshebel betätigt, doch die Bremse sitzt wie bei der Rücktrittbremse in der Radnabe. Sehr selten.


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Bremszüge Test und Ratgeber

Bremszüge übertragen die Druckkraft, die der Fahrer auf den Bremshebel ausübt, über Krümmungen hinweg zu den Bremsen an den Laufrädern des Fahrrads. Das funktioniert nur dank einer speziellen Konstruktion – dem Bowdenzug, der im späten 19. Jahrhundert erfunden wurde. Dieses geniale Design stellt auch heute noch den Standard dar für Brems- und Schaltzüge am Fahrrad – nur die neuen hydraulischen Bremsleitungen funktionieren noch ein wenig besser, sind dafür aber deutlich komplizierter in der Anschaffung und bringen ein Mehrgewicht auf die Waage. So einfach und effektiv wie Bowdenzüge ist eben sonst nichts. Trotzdem gibt es verschiedene Hersteller und Bremszüge mit Sonder-Features. Das alles und mehr erläutern wir in unserem Bremszug-Ratgeber.

Kompatibilität – Vorsicht vor dem Kauf


Fahrradteile sind selten standardisiert, nicht jeder Bremsgriff passt an jeden Lenker. Nicht jeder Lenker an jeden Vorbau. Deshalb unsere Tipps zu Bremszügen – darauf musst Du achten:



  • Die allermeisten Bremszüge passen zu allen mechanischen Bremsen: Cantilever-Bremsen, Rennradbremsen, V-Brakes und auch mechanisch betätigte Scheibenbremsen. Auch hinsichtlich der Bremshebel passt alles zu alles.

  • Der Endpunkt des Bremszugs muss zur Bremse passen, er ist entweder Birnenförmig oder Rund. Die meisten Bremszüge kommen mit je einer Variante am einen und anderen Ende, man kappt dann einfach das Ende, das man nicht benötigt.

  • Nur bei ganz bestimmten Bremszügen findet man einen Hinweis auf die Kompatibilität; diese Bremszüge passen nur zu den angegebenen Bremsen.

  • Schaltzüge und Bremszüge sind nicht kompatibel (auf keinen Fall vertauschen).

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