Rennrad-Vorbau: Welcher Winkel?

Der Winkel des Vorbaus spielt vor allem beim Rennrad eine entscheidende Rolle. Doch man hat immer auch Spielraum. Schließlich lassen sich die meisten Vorbauten mit positiven oder negativen Winkel anbauen (Richtung Fahrer oder Richtung Vorderrad verlaufend) und der Lenker selber lässt sich ja auch etwas drehen, um die Sitzposition anzupassen. Trotzdem ist es schlau, sich als Einsteiger einen Vorbau mit flachem Winkel zu besorgen – also zwischen 6 und 10°. Die meisten Rennräder haben einen solchen Vorbau verbaut. Nur, wer sich schon sehr sicher auf dem Rennrad fühlt und glaubt, er wird sich wohlfühlen, wenn der Lenker nochmal eine Etage tiefer geht, sollte mit einem Vorbau mit einem Winkel von 17° oder mehr fahren.

Welche Vorbaulänge?

Was die Länge des Vorbaus betrifft, spielen so viele Faktoren mit, dass es unmöglich ist, eine seriöse „Faustregel“ aufzustellen. Schon alleine durch die unterschiedliche Rahmengeometrie und die Wahl des Lenkers, an dem letztendlich die Hände zugreifen, ist es nahezu unmöglich ein universelles Vorbaumaß zu berechnen. Durch Winkel und Länge des Vorbaus entscheidet sich außerdem maßgeblich das Komfortlevel des Fahrers. Andererseits verändert sich auch das Lenkverhalten durch die Länge des Vorbaus, was aber auch durch die breite des Lenkers beeinflusst wird. Ein kürzerer Vorbau macht das Lenkverhalten wendiger, aber auch empfindlicher. Auch der individuelle Körperbau spielt eine große Rolle. Für die Ermittlung des richtigen Vorbaus lautet die beste Methode also: Probieren!