Welche Scheibenbremsen gibt es?

Scheibenbremsen für Fahrrädern unterscheiden sich in drei Kriterien: Hydraulisch oder mechanische Betätigung, Passung an der Fahrradnabe und Passung am Fahrradrahmen. Darüber hinaus unterscheiden sich Scheibenbremsen in der Größe der Bremsscheibe und der Qualität der Herstellung, die maßgeblich für die Bremsleistung, Dosierung der Bremskraft und Langlebigkeit der Bremsteile verantwortlich ist. Mehr dazu findest Du an unterschiedlichen Stellen in diesem Beitrag – wie etwa im Abschnitt zu Brems-Arten.

Welches Öl für die Scheibenbremse beim Fahrrad?

An die Bremsscheibe darf kein Öl. Aber eine Scheibenbremse mit hydraulischer Bremsleitung benötigt ab und zu einen Wechsel der Bremsflüssigkeit. Diese Bremsflüssigkeit ist je nach Hersteller und Brems-Modell unterschiedlich – oft sind die Scheibenbremsen mit unterschiedlichen Bremsflüssigkeiten nicht kompatibel. Shimano, Magura und Tektro verwenden bei ihren Scheibenbremsen Mineralöl. Andere Hersteller verwenden DOT-Bremsflüssigkeiten (wie beim Auto), meistens DOT 4 oder DOT 5.1. Fazit: In der Anleitung nachschauen oder beim Hersteller erfragen!

Wer hat die Scheibenbremse erfunden?

Die erste kommerzielle Scheibenbremse wurde 1902 von der britischen Lanchester Motor Company hergestellt, die für Fahrzeuge konzipiert war. Sie ähnelt den noch heute verwendeten Scheibenbremsen an Kraftfahrzeugen.

Doch bereits 1894 meldeten zwei Amerikaner aus Massachusetts ein Patent für eine Scheibenbremse am Fahrrad an. Ihre Namen lauteten Joel H. Hendrick und Arthur H. Fay. Bis auf einzelne Bruchstücke (wie etwa einer Archiv-Aufnahme eines Joel H. Hendrick, der von 1861 bis 1865 im amerikanischen Bürgerkrieg diente) ist wenig über diese beiden Gentlemen bekannt.