Rennradreifen: wie breit?

Beim Rennrad hat man die Wahl zwischen verschiedenen Größen. Einen Überblick erhältst du unter der Überschrift Gängige Rennradreifen-Größen. Einem Rennrad-Einsteiger empfehlen wir eine breitere Größe, um sich an das veränderte Fahrgefühl zu gewöhnen. Bei einem zu schmalen Reifen fühlt man sich sonst eventuell zu unsicher. Bei normalen Rennradreifen eignet sich also 28/622 als Einstieg. Bei Cyclocross und Gravel empfehlen wir 35/622 – das ist nur minimal schmaler als die konventionelle Trekkingrad-Größe von 37/622.

Wann Rennradreifen wechseln?

Die Antwort auf diese Frage ist von Reifen zu Reifen unterschiedlich: nicht nur, wie viel ein Reifen aushält, sondern auch woran man erkennt, dass man ihn austauschen sollte. Bei manchen Reifen erkennt man ganz gut, wenn das Profil auf der Lauffläche „abgelaufen“ ist. Bei anderen Reifen häufen sich die Pannen nach einer gewissen Anzahl an Kilometern. Manche Rennradreifen zeigen bereits nach 3.000 km starke Gebrauchsspuren, manche halten auch bis zu 10.000 km aus. Am besten, man informiert sich über den individuellen Rennradreifen. Oft finden sich Rennradfahrer im Netz, die gerne ihre Erfahrungen teilen.

Der schnellste Rennradreifen?

Die Frage nach dem schnellsten Rennradreifen lässt sich nicht so pauschal beantworten. Nach Jahrzehnten der Optimierung, ist die Antriebseffizienz der Slick-Reifen der großen Markennamen kaum miteinander zu unterscheiden. Es kommt auf Profil und Gewicht des Reifens an. Für die größtmögliche Geschwindigkeit auf glattem Untergrund sollte man einen profillosen Reifen haben. Das Gewicht spielt vor allem bei der Beschleunigung eine Rolle – so benötigt es umso mehr Energie, um das Laufrad in Bewegung zu setzen, je mehr es wiegt. Deswegen kämpfen die Reifenhersteller vor allem darum, mithilfe neuer Technologie möglichst leichte Reifen zu kreieren – ohne dabei ein erhöhtes Pannenrisiko heraufzubeschwören.

Wie empfindlich sind Rennradreifen?

Bei dieser Frage muss man auch die anderen Bauteile des Rennrads beachten. Denn beim Rennrad optimiert man an verschiedenen Stellen das Gewicht, um es leichter und schnittiger zu machen. Beispielsweise sind die Felgen schmaler und es fehlt die Federung. Trotzdem gibt es einige Rennrad-Fanatiker, die darauf schwören, auch bei Herbst und Winter problemlos Rennrad zu fahren. Tatsächlich haben die profillosen, glatten Reifen der Rennräder aber ein höheres Pannenrisiko – auch schon bei höheren Kantenüberfahrten und anderen Hindernissen auf der Straße. Dafür gibt es Cyclocross- und Gravel-Reifen als Alternative zu den klassischen Rennradreifen.