Steuersatz-Werkzeug Ratgeber

Der Steuersatz besteht aus mehreren Teilen, die zusammen den Dreh- und Angelpunkt des Fahrrads darstellen. Der Steuersatz verbindet den Vorbau und die Gabel mit dem Rahmen des Fahrrads – woran widerum Hinterrad und alles drum und dran befestigt ist. Mittels Kugellager, die zwischen Gabel und Rahmen bzw. Vorbau und Rahmen sitzen, wird sichergestellt, dass das Lenken des Fahrrads stets flüssig und präzise funktioniert. In der Regel wird der Steuersatz keinen großen Reibungen oder äußeren Einflüssen ausgesetzt, weswegen eine regelmäßige Wartung hier weniger wichtig ist – vorausgesetzt, das Fahrrad hat immer noch ein vorderes Schutzblech montiert. Ansonsten leidet die untere Lagerschale beim Fahren auf nassem Boden – denn das Vorderrad spritzt das schmutzige Wasser direkt in die Richtung des Steuersatzes. Daher ist es möglich, dass der Steuersatz neu eingestellt werden muss, wenn er zu locker sitzt oder zu straff eingespannt ist. Bei einem Unfall kann sich auch die Gabel verbiegen.

Welches Werkzeug Ihr benötigt, um den Steuersatz neueinzustellen, zu schmieren oder auszuwechseln, erfahrt Ihr hier.

Ratgeber rund um Steuersatz

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Grundsätzlich zu unterscheiden ist zwischen Gewindesteuersätzen und gewindelosen Steuersätzen. Die meisten neueren Fahrräder haben einen gewindelosen Aheadsteuersatz. Hierfür benötigt man beim Einstellen lediglich Werkzeug, um die Klemmschrauben des Vorbaus zu lösen und um die Schraube zu lösen, die in der Steuersatzkappe sitzt. Dafür braucht man in beiden Fällen Inbusschlüssel. Für die Schraube in der Steuersatzkappe braucht man meistens einen Inbusschlüssel der Größe 5mm.

Um ein neues Lenkerband zu wickeln braucht man kein Werkzeug – höchstens eine Schere.

Durchmesser des Steuerrohrs

Einige der folgenden Werkzeuge müssen zum Außendurchmesser des jeweiligen Steuerrohrs passen. Die meisten neuen Fahrräder mit gewindelosem Steuersatz haben bei ihrem Steuerrohr den Außendurchmesser 1 1/8 Zoll. Ältere Räder können auch den leicht abweichenden Außendurchmesser 1 Zoll haben. Manche neueren Mountainbike-Modelle verwenden nun auch den Außendurchmesser 1,5 Zoll.

Steuersatzschlüssel

Bei klassischen Gewindesteuersätzen benötigt man (idealerweise) zwei große Maulschlüssel. Um einen Gewindesteuersatz auszubauen oder einzustellen, muss man nämlich die obere Lagerschale festhalten, während man den Konterring öffnet. Für beide Ringe braucht man einen Maulschlüssel der Größe 32 oder 36mm. Ein Steuersatzschlüssel verfügt gewöhnlich über beide Größen und passt perfekt auf die Ansatzfläche des Konterrings.

Notfalls geht diese Arbeit auch nur mit einem Schlüssel vonstatten, doch besteht dabei die Gefahr, das Gewinde zu beschädigen.

Manche Hersteller bezeichnen ihre Steuersatzschlüssel auch als Konusschlüssel – eine etwas irreführende Bezeichnung, da der Gabelkonus des Gewindesteuersatzes keine Ansatzfläche bietet für einen Konusschlüssel.

Steuersatz-Einpresswerkzeug

Das Steuersatz-Einpresswerkzeug ist ein spezielles Hilfswerkzeug, um die beiden Lagerschalen gleichmäßig am Steuerrohr zu befestigen. Es hilft also bei der Montage eines neuen Steuersatzes. Nachdem man die untere und obere Lagerschale per Hand am Steuerrohr befestigt hat, führt man das Einpresswerkzeug durch das Steuerrohr. Das Werkzeug verfügt über eine Gewindestange, an der zwei Presskolben befestigt werden, die gleichzeitig von unten und oben auf die Lagerschalen drücken, um sie in das Steuerrohr reinzupressen.

Viele Hobbymechaniker vertrauen jedoch auf die Holzbrett-und-Hammer-Methode. Noch ein bisschen professioneller geht es mit der Zwei-Holzbretter-und-Schraubzwinge-Methode. Dabei muss man jedoch mit Gefühl vorgehen, um die Lagerschalen nicht zu tief durch das Steuerrohr zu jagen. Alternativ kann man auch eine passende Gewindestange mit Beilagscheiben verwenden.

Für eine präzisere Methode gibt es das spezielle Einpresswerkzeug, das die Lagerschalen beide gleichmäßig, schnell und einfach einpresst.

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Konusaufschläger

Der Konusaufschläger ist ein Werkzeug, um den Gabelkonus auf den Gabelschaft aufzuschlagen. Der Aufschläger ist im Prinzip ein stabiles Rohr, das man auf den Gabelkonus ansetzt, um ihn dann mithilfe eines Hammers runterzudrücken. Die speziellen Konusaufschläger haben die perfekte Rohr für die Normgrößen beim Fahrrad. Theoretisch kann man aber auch ein anderes Rohr nehmen – solange es die selbe Größe wie der Gabelkonus hat, ein paar Hammerschläge aushält und nicht zu dick ist.

Der Konusaufschläger muss zur Größe des Steuerrohrs passen.

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Aheadkrallen-Einschlagwerkzeug

Das Aheadkrallen-Einschlagwerkzeug, oder auch Ahead-Krallen-Einschlaghilfe, Gabelkrallen-Einschlagwerkzeug oder Steuersatz-Einschlagwerkzeug, ist ein Werkzeug zur Montage einer Aheadkralle. Dabei geht es darum, die Aheadkralle in das Steuerrohr zu pressen – selbstverständlich, nachdem man das Steuerrohr passend abgesägt hat. Die Aheadkralle dient bei gewindelosen Steuersätzen zum Einstellen des Steuersatz-Lagerspiels. Dank der Kralle benötigt man dafür nun nur noch einiger Umdrehungen von Inbusschlüsseln – im Gegensatz zu Gewindesteuersätzen, bei denen man zur Neueinstellung zwei große Maulschlüssel benötigt.

Das Aheadkrallen-Einschlagwerkzeug besteht im Prinzip aus zwei Teilen – einem Rohr und einem passenden Schaft mit Gewinde an einem Ende. Das Rohr befestigt man an das Steuerrohr des Fahrrad und die Aheadkralle schraubt man an das Gewinde des Schafts. Dann presst man den Schaft in das Rohr und schlägt mit dem Hammer auf das andere Ende des Schafts. Dadurch gelingt die fachgerechte Montage der Aheadkralle frustfrei und binnen weniger Minuten.

Das Aheadkrallen-Einschlagwerkzeug muss ebenfalls zum Außendurchmesser des Steuerrohrs passen.

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Rohrschneider

Der Schaft einer neuen Gabel ist in der Regel länger, als benötigt ist. Daher muss man ihn kürzen, bevor man den Steuersatz ansetzt. Dabei hat man im Prinzip die Wahl zwischen zwei Werkzeugen. Je nachdem, aus welchem Material der abzusägende Gabelschaft besteht, eignet sich eher das eine oder das andere Werkzeug.

Der Rohrschneider, oder auch Rohrabschneider, ist ein spezielles Werkzeug, das man benutzen kann, um einen Gabelschaft aus Stahl oder Aluminium zu kürzen. Es ermöglicht nicht nur eine einfache, schnelle Arbeit, sondern man stellt mit seiner Verwendung auch sicher, dass man geradlinige, glatte Kanten erhält. In dem Fall eines schiefen Rohrs gestaltet sich nämlich die Montage der Aheadkralle als äußerst schwierig und man wird im Notfall nochmal nachsägen müssen. Der Rohrschneider eignet sich zudem auch für die Kürzung von Lenker und Sattelstütze.

Der Rohrschneider ist ein überraschend kleines Werkzeug, das über eine Ansatzstelle verfügt, in das man das Rohr anlegt. Dort sitzt das Rohr zwischen zwei Führungsrollen und einem kleinen, aber scharfen Schneiderädchen. Das Rohr wird mithilfe einer großen Schraube mit Drehgriff eingespannt. Man muss dann nur noch den Rohrschneider mehrmals um das Rohr drehen und das Schneiderädchen erledigt langsam, aber sicher seine Arbeit.

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Gabelschneidführung

Für Gabelschäfte aus Carbon benötigt man jedoch eine richtige Metallsäge. Zum fachgerechten Gebrauch einer Säge am Fahrrad ist die Gabelschneidführung das passende Hilfswerkzeug. Damit hat man ein Sägewerkzeug, das für alle Fahrräder universell einsetzbar ist.

Die Gabelschneidführung verhindert, wie auch der Rohrschneider, dass die Kanten des Rohrs schief oder ungleichmäßig werden. Für die Montage der Aheadkralle benötigt man nämlich eine möglichst geradlinige Rohrkante.

Man führt das zu schneidende Rohr durch die Führung und klemmt die Gabelschneidführung dann an einer bestimmten Stelle fest. Am einen Ende der Führung befindet sich eine Platte aus Metall mit einem schmalen Spalt, an dem man das Rohr absägt.

Steuersatz-Austreiber

Der Steuersatz-Austreiber ist ein Werkzeug zum Ausbau der Lagerschalen eines alten Steuersatzes. Dadurch bekommt man die eingepressten Lagerschalen auch nach mehrjährigem Gebrauch wieder aus dem Steuerrohr. Einerseits gestaltet sich diese Aufgabe somit schnell und einfach, andererseits werden die Lagerschalen so entfernt, ohne sie dabei zu beschädigen, um sie wiederverwenden zu können.

Der Steuersatz-Austreiber ist ein Rohr, das an einem Ende geschlitzt ist. Das geschlitzte Ende lässt sich zusammenpressen und so führt man den Austreiber mit dem geschlitzten Ende voran durch das Steuerrohr und hämmert auf das gerade Ende des Schafts, um die jeweilige Lagerschale zu entfernen. Sowohl die untere als auch die obere Lagerschale lassen sich so entfernen.

Der Steuersatz-Austreiber muss zum Durchmesser des Steuerrohrs passen.

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FAQ

Was ist das Steuerrohr beim Fahrrad?

Als Steuerrohr bezeichnet man das kurze Rohr des Fahrradrahmens vorne, durch das man den Gabelschaft führt. Die beiden Lagerschalen des Steuersatzes sitzen am oberen und am unteren Ende des Steuerrohres und verhindern, dass es zu Reibung kommt zwischen Steuerrohr und Gabelschaft.

Was ist Steuersatz beim Fahrrad?

Eine ausführliche Antwort dazu, was man als Steuersatz beim Fahrrad bezeichnet, findest Du ganz oben auf dieser Seite in der Einleitung. Kurz gesagt gehören die Teile zum Steuersatz, die den Vorbau und die Gabel mit dem Rahmen des Fahrrads verbinden. Der Steuersatz gewährleistet mittels Kugellager, dass das Lenken des Fahrrads immer flüssig und präzise funktioniert.

Wie Gabelschaft kürzen?

Eine ausführliche Anleitung mit Bildern dazu, wie man den Gabelschaft beim Fahrrad kürzt, findest Du hier: Gabelschaft kürzen – Anleitung.

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