Fahrradteile aus Metall auf Hochglanz bringen

Optisches Tuning muss einfach sein. Keiner von uns möchte mit einer Blechdose an der Hütte seine Pause machen. Deswegen heute einige Tipps, wie ihr Fahrradteile aus Metall wie Umwerfer und andere Bauteile auf Hochglanz poliert.

Wenn das Fahrradteil, dass ihr behandeln wollt, sehr zerkratzt ist, rücken wir ihm mit einer Feile an den Leib. Baut das Fahrradteil aus und spannt es in einen Schraubstock. Dabei solltet ihr beachten, dass es sich um einen Schraubstock mit Alu-Klemmblechen handelt. Zusätzlich kann man zwischen Bauteil und Schraubstock noch ein Stück Stoff klemmen. Sonst zerkratzt ihr die Teile beim einspannen noch mehr. Es sollte so fest eingespannt sein, dass es sich nicht mehr bewegen kann, aber auch nicht durch Muskelpower deformiert wird. Empfindliche Bereiche, in die bspw. Späne fallen können, sind grundsätzlich abzudecken.

Nun kommt die Feile zum Einsatz. Sie sollte möglichst fein sein. Immer in langen Zügen benutzen, und schön durchziehen. Damit beseitigen wir die gröbsten Kratzer. Aber Achtung: möglichst mit der kompletten Auflagefläche der Feile arbeiten. Sonst kann man sich mit der Kante neue Kratzer einarbeiten. Auch Wölbungen nach Außen bearbeiten wir mit der feinen Feile. Lang und gleichmäßig nach vorne durchziehende Feilbewegungen sorgen für einen glatten Verlauf (kleiner Wortwitz). Wölbungen, die nach innen gehen, werden seltenst verkratzt, da sie an sich schon grob geschützt sind. Wenn ihr trotzdem nacharbeiten wollt, empfiehlt es sich per Hand mit einem groben Schleifpapier zu arbeiten.

Jetzt zur Schleifpapier-Arbeit. Einen schmalen Streifen Schleifpapier (etwa 160er Körnung) in die Finger nehmen und über die eben bearbeiteten Stellen ziehen. Fangt an einer Seite an und schleift so bis zum anderen Ende eurer Polierstelle. Dann wird um ca. 90° gedreht und erneut geschliffen. So verhindert man eventuelle Riefenbildung. Als nächster Schritt kommt die Verfeinerung mit 600er Schleifpapier. Damit wird so lange geschliffen, bis von den vorherigen Riefen nichts mehr zu erkennen ist. Anschließend das Bauteil kurz mit einem feuchten Tuch oder dem Druckluftschlauch von Spänen und Staub befreien.

Wenn Ihr einen Bohrer oder einen Bohrständer habt, wäre das jetzt sehr hilfreich. Bohrständer senkrecht ausrichten. Läuft der Bohrer parallel zum Tisch, könnte die gleich benutzte Polierpaste eher auf dem Tisch als auf unserem Bauteil kleben. Statt einem Bohrer klemmt ihr aber eine Polierscheibe ein. Paste drauf und vorsichtig mit dem Bauteil an die sich drehende Polierscheibe wagen. Das kann ein wenig Zeit in Anspruch nehmen, da ihr sicher sehr genau arbeitet. Immer wieder die polierten Stellen kontrollieren.

Wenn alles so ist, wie ihr es haben wollt, wischt den überschüssigen Pastenrest vom Fahrradteil ab. Schützen könnt ihr eure Arbeit mit Hartwachs. Bauteil gleichmäßig einwachsen und nochmal mit einem weichen Tuch schlusspolieren.

Bling 😉

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